IT-Sachverständiger Dr. Manfred Fitzner

vom BDSH e.V. verifizierter Sachverständiger

Coaching für Projektverantwortliche in IT-Projekten

Coaching für Projektverantwortliche in IT-Projekten

Hilfe zur Selbsthilfe für mehr Klarheit, bessere Entscheidungen und wirksamere Projektführung in anspruchsvollen Projektsituationen

Warum Coaching in Projekten so wertvoll ist

Diese Aufgabe ist für mich eine der interessantesten – und aus Sicht des Unternehmens ebenso wie aus Sicht der verantwortlichen Person im Projekt häufig eine der wertvollsten Investitionen.

Im Laufe meiner Tätigkeit als Mitarbeiter, Manager, Coach, Projektleiter, Qualitätssicherer und Moderator haben sich zahlreiche Erfahrungen angesammelt. Daraus ließe sich ohne Weiteres ein umfangreiches Buch schreiben. Bücher gibt es jedoch genug – entscheidend ist die praktische Unterstützung in der konkreten Projektsituation.

Genau dort setzt wirksames Coaching an: nicht als abstrakte Theorie, sondern als gezielte Hilfe in einer Situation, in der Klarheit, Struktur und Handlungsfähigkeit gebraucht werden.

Coaching bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe

Coaching bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe.

Das heißt ganz konkret:

  • Der Coach löst das Problem nicht selbst.
  • Er hilft der verantwortlichen Person im Projekt, bessere Lösungen zu entwickeln.
  • Die Verantwortung für Entscheidungen und Umsetzung bleibt beim Projektverantwortlichen.

Der Coach unterstützt also dabei, komplexe Situationen zu strukturieren, Optionen zu erkennen und tragfähige Entscheidungen vorzubereiten.

Was man von einem guten Coach erwarten darf

Ein guter Coach bringt selbstverständlich Fach- und Methodenkompetenz mit. Ebenso wichtig sind jedoch persönliche Eigenschaften, die eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichen.

Ein Coach überzeugt nicht durch Methodenlisten, sondern durch Haltung und Wirkung im Projekt:

  • soziale Kompetenz
  • Einfühlungsvermögen (Empathie)
  • Toleranz
  • Geduld
  • ein motivierendes und zugleich ruhiges Auftreten

Gerade in anspruchsvollen Projektsituationen ist es wichtig, dass ein Coach sowohl analytisch als auch menschlich überzeugen kann.

Was der Coach erreichen muss

Ein Coach muss zunächst Vertrauen aufbauen. Dazu gehören auch erste sichtbare Fortschritte („Quick Wins“) in der Zusammenarbeit.

Entscheidend ist jedoch nicht der kurzfristige Effekt, sondern die nachhaltige Wirkung im Projekt:

  • nachhaltige Verbesserungen in der Projektsteuerung
  • mehr Klarheit bei Entscheidungen und Prioritäten
  • eine strukturiertere Kommunikation im Projekt
  • eine stärkere Handlungsfähigkeit der verantwortlichen Person

Ziel ist es immer, dass Projektverantwortliche ihre Aufgabe sicherer, klarer und wirksamer erfüllen können.

Wie wählt man den passenden Coach aus?

Die Auswahl eines Coaches sollte strukturiert erfolgen.

Am Anfang steht eine nüchterne fachliche Prüfung:

  • Fach- und Methodenkompetenz
  • Referenzen und bisherige Mandate

Entscheidend ist jedoch die Passfähigkeit zur Unternehmenskultur, zur Projektsituation und zu den beteiligten Personen.

  • persönliches Vorgespräch – hier wird schnell erkennbar, ob die Zusammenarbeit tragfähig ist

In der Praxis entscheidet zusätzlich zur formalen Qualifikation die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen und in kurzer Zeit eine belastbare Arbeitsbasis zu schaffen.

Welchen Aufwand sollte man einplanen?

Coaching unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Schulung oder einem Training. Ein Coach muss zunächst das Umfeld verstehen, in dem das Projekt stattfindet.

Typischerweise muss sich der Coach ein klares Bild verschaffen über:

  • ein Verständnis der Projektziele und Rahmenbedingungen
  • die Analyse von Erfolgsfaktoren, Hürden und Risiken
  • Einblicke in die Zusammenarbeit der beteiligten Teams

Dazu kann es sinnvoll sein, dass der Coach an ausgewählten Projektbesprechungen teilnimmt oder vorhandene Protokolle und Dokumentationen analysiert.

Hilfreich ist außerdem, wenn der Coach mit mehreren Gesprächspartnern im Unternehmen sprechen kann. Unter dem gemeinsamen Verständnis strikter Vertraulichkeit lassen sich dabei häufig auch Aspekte ansprechen, die in offiziellen Projektgremien nicht offen diskutiert werden.

Gerade diese Einblicke ermöglichen es, Ursachen von Problemen früh zu erkennen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Kernaussage
Fazit

Coaching in IT-Projekten ist dann besonders wertvoll, wenn es Projektverantwortliche stärkt, ohne ihnen die Verantwortung abzunehmen.

Gute Coaches bringen nicht nur Methodenwissen mit, sondern auch Erfahrung, Ruhe, analytische Stärke und die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen.

Ziel ist nicht, Probleme stellvertretend zu lösen, sondern Projektverantwortliche dabei zu unterstützen, in komplexen Situationen klarer, sicherer und wirksamer zu handeln.

Gerade in anspruchsvollen Projekten entsteht der eigentliche Nutzen häufig dort, wo bessere Entscheidungen, ruhigere Führung und eine klarere Strukturierung des Vorgehens wieder möglich werden.

Projekt in Schieflage?

Wenn Projektverantwortung, Entscheidungsdruck und Projektrealität nicht mehr sauber zusammenpassen, kann ein strukturiertes Coaching neue Klarheit und Handlungssicherheit schaffen.

Gerade in angespannten Projektsituationen hilft oft kein allgemeiner Ratgeber, sondern ein erfahrener Sparringspartner mit Projektpraxis.

Telefon: +49 (0) 211 387 32 157
E-Mail: ftm@factory-biz.de