IT-Sachverständiger Dr. Manfred Fitzner

vom BDSH e.V. verifizierter Sachverständiger

Projektklinik für Softwarequalität, KI und Asset Management

Projektklinik: Softwarequalität, KI und professionelles Asset Management

Wie Architektur, Code und Entwicklungsplattformen systematisch verbessert werden – und warum dadurch der Wert von Software und Unternehmen steigt

Einordnung

(In meinem Post wird aus Gründen der Lesbarkeit und Klarheit auf die Verwendung einer gendergerechten Sprache verzichtet.)

Die Projektklinik ist ein Servicecenter zur Analyse und Verbesserung bestehender Software, Entwicklungsplattformen und technischer Strukturen.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur Fehlerbehebung und Optimierung, sondern auch die Frage, wie Softwarequalität, Entwicklungsfähigkeit und Unternehmenswert systematisch erhöht werden können.

Im folgenden Beitrag stehen bewusst einige handwerkliche und organisatorische Aspekte im Vordergrund.

Erste These: Softwareentwicklung ist zu einem relevanten Anteil handwerkliche Arbeit

Wie ein Maurer kein Hochhaus entwirft, so konzipiert ein Programmierer kein IT-System. Diese Aufgabe übernehmen IT-Architekt oder Entwicklungsleiter, die häufig selbst als Entwickler gestartet sind.

Den handwerklichen Aspekt der Softwareerstellung sehe ich im Codieren, also in der Umsetzung einer Spezifikation durch einen Entwickler innerhalb einer Entwicklungsumgebung, eines Frameworks und einer Programmiersprache.

Stellt man einem motivierten Menschen mit Interesse, Mindestausbildung und Grundkenntnissen ein gutes Template und einige einführende Workshops für die Nutzung von KI zur Verfügung, kann dieser Mensch relativ schnell produktiv eingesetzt werden.

Zweite These: Die Qualität einer Software hängt stark von der Qualität des Entwicklers ab

Wer Entwicklungsteams geleitet hat, kennt die erheblichen Unterschiede in Qualität und Quantität der Arbeitsergebnisse verschiedener Personen.

Genau das wird in einer Projektklinik sichtbar: selbst innerhalb eines Systems zeigen einzelne Komponenten oft sehr unterschiedliche Qualitätsniveaus und Optimierungspotenziale.

Bei der Untersuchung vorhandener Software lassen sich deshalb nicht nur Schwächen erkennen, sondern auch strukturierte Hinweise auf Verbesserung und Werterhöhung ableiten.

Bei dieser Aufgabe kann KI - eine gute Spezifikation vorausgesetzt - schon Wunder bewirken!

Dritte These: Methode hat Vorrang vor Experten-Know-how

Wer die Qualität einer Software bewerten will, muss nicht jedes Framework und jede Sprache perfekt beherrschen. Entscheidend ist ein methodisches Vorgehen, das Analyse, Strukturierung, Bewertung und Verbesserung sauber organisiert.

Heute kann dabei auch KI eine wichtige Rolle spielen. Sie muss jedoch fachlich geführt, mit geeignetem Material versorgt und in einem kontrollierten Analyseprozess genutzt werden.

Die notwendige Fachlichkeit liefern dabei externe Experten, Entwicklungsleiter, Softwarearchitekten und gegebenenfalls sprachspezifische Spezialisten – unter Führung des IT-Sachverständigen der Projektklinik.

Schon früher haben wir ähnliche methodische Ansätze genutzt: Für die Kalkulation der Umsetzung einer großen Cobol-Anwendung auf eine moderne Plattform wurden mit einem rekursiven Analyseprogramm aufwandsrelevante Kennzahlen über die gesamte Verzeichnisstruktur ermittelt, etwa Anzahl der Module, Codezeilen oder problematische Sprungbefehle.

Genau dieser methodische Dreiklang aus Struktur, Fachlichkeit und Werkzeugunterstützung macht aus Einzelbefunden belastbare Verbesserungen.

Vierte These: Verbesserungen an der Software erhöhen den Unternehmenswert

Die IT-Plattform ist neben dem Humankapital eines der wichtigsten Assets eines Softwarehauses oder einer IT-Abteilung.

Architektur, Entwicklungsumgebung, Bibliotheken, Oberflächen und Betriebsfähigkeit bestimmen maßgeblich, ob Wartungsverträge wirtschaftlich erfüllbar sind und neue Anforderungen schnell umgesetzt werden können.

Professionelles Asset Management mit Fokus auf die IT-Plattform erhöht deshalb systematisch Unternehmenswert und Unternehmensattraktivität.

Auch hier kann KI wertvolle fachliche Hinweise liefern – entscheidend bleibt jedoch, dass diese Hinweise methodisch eingeordnet und fachlich validiert werden.

Fünfte These: Das wichtigste Asset ist der Mensch

Trotz KI und Automatisierung bleibt der Mensch die produktive Kraft im Projekt. Gerade bei komplexen Fachfunktionen sind Modulverantwortliche, Technical Leads und fachlich starke Tester unverzichtbar.

Die Qualität einer Lösung wird nicht allein durch Code bestimmt, sondern auch durch fachliches Verständnis, Testtiefe und die Fähigkeit, Ergebnisse korrekt zu beurteilen.

Noch wichtiger ist deshalb die Rolle von Test, QS und Project Assurance: Funktionen, Ergebnisdaten und Visualisierungen müssen durch Menschen geprüft werden, die die Anforderungen an die Lösung wirklich verstehen.

Kernaussage
Fazit: Nutzen einer Projektklinik

Software kann in einer Projektklinik analysiert werden, Verbesserungen können methodisch entwickelt und freigegebene Optimierungen gezielt in vorhandene Systeme übernommen werden.

Der IT-Sachverständige der Projektklinik stimmt das Vorgehen mit einem Verantwortlichen aus dem Softwarehaus ab. Entwicklungsleiter, weitere Manager und betroffene Key-Player werden konstruktiv in den Analyseprozess einbezogen.

Bei der Überarbeitung komplexerer Fachfunktionen wird der jeweilige Modulverantwortliche bzw. Entwickler hinzugezogen. Genau dadurch bleiben Verbesserungen fachlich belastbar und im System dauerhaft nutzbar.

Verbesserungen an der vorhandenen Software erhöhen nicht nur Qualität und Entwicklungsfähigkeit, sondern in vielen Fällen auch den Wert des Unternehmens.

Projektklinik für vorhandene Softwareplattformen

Wenn Sie Qualität, Architektur, Entwicklungsfähigkeit oder wirtschaftlichen Wert einer bestehenden Softwareplattform strukturiert bewerten und verbessern möchten, kann eine Projektklinik Ihnen die erforderlichen Bemessungen liefern.

Telefon: +49 (0) 211 387 32 157
E-Mail: ftm@factory-biz.de